Wir verbrachten vier Nächte auf der wundervollen Insel Moorea in einem Airbnb mit privatem Strandzugang. Ein Auto ist hier nahezu unverzichtbar, um die Insel flexibel und unabhängig erkunden zu können.
Besonders glücklich waren wir darüber, das liebevolle Inselflair hautnah erleben zu dürfen. Unser einheimischer Nachbar spielte jeden Abend bei Sonnenuntergang am Strand auf seiner Ukulele, sang dazu und schuf damit eine ganz besondere Atmosphäre.
Außerdem überraschte er uns eines Morgens mit frisch gebackenem Kokoskuchen, einer reife Papaya und einer frischen Kokosnuss direkt aus seinem eigenen Garten. Das Geschmackserlebnis war einfach herrlich.
Es war ein wirklich unbeschreibliches Gefühl, solch magische Momente ganz spontan zu erleben – ohne Konzert, ohne Bühne, einfach mitten im Leben.
Bei unserer Ankunft fuhren wir zunächst zum berühmten Aussichtspunkt Toatea, an dem man durchaus einige Touristen antreffen kann. Der Blick auf das türkisfarbene Meer mit den zahlreichen Overwater‑Bungalows des Sofitel ist einfach atemberaubend.
Anschließend nahmen wir unsere Badetücher und Schnorchelausrüstung mit und machten uns auf den Weg zum Plage publique de Temae, welcher in umittelbarer Nähe ist. Die Unterwasserwelt ist hier phänomenal: Man kann unzählige Fischschwärme beobachten sowie Schildkröten und Rochen entdecken.
Unter den Palmen findet man außerdem schöne schattige Plätzchen, die perfekt zum Entspannen und Relaxen einladen.
Der Strand liegt eingebettet zwischen der Cook’s Bay und der Opunohu Bay. Hier erstreckt sich eine große Rasenfläche mit zahlreichen Palmen, die natürliche Schattenplätze spenden. Der Ort dient den Einheimischen als beliebter Treffpunkt zum Picknicken, Grillen und Musizieren – besonders an den Wochenenden.
Der Strand ist kostenlos zugänglich und bietet eine beeindruckende Unterwasserwelt. Mit etwas Glück kann man hier Stachelrochen und Schwarzspitzen‑Riffhaie beobachten. Häufig stehen auch Foodtrucks in der Nähe, an denen man sich den berühmten Poisson Cru (roher Fisch in Kokosmilch) holen kann.
Der Blick auf die majestätischen Vulkanberge ist ebenfalls spektakulär, und nicht selten entdeckt man große Kreuzfahrtschiffe, die ruhig in der Bucht ankern.
Zwischen Juli und September kann man auf Moorea Buckelwale beobachten. In dieser Zeit werden verschiedene Touren angeboten. Wir entschieden uns für eine Tour, bei der man die Tiere nicht nur vom Boot aus beobachten konnte, sondern auch ins Wasser ging, um zu den Walen hinzuschwimmen – natürlich mit respektvollem Abstand.
Die Tourguides halten sich an strenge Regeln, um die Wale nicht zu stören. Die Boote müssen einen Mindestabstand von 100 Metern einhalten; den restlichen Weg legt man schwimmend zurück, um die Wale im Wasser zu sehen. Diese Touren erfordern jedoch Ausdauer und Angstfreiheit vor tiefen Gewässern, da man mitten im offenen Meer – oft unter Zeitdruck – ins Wasser springt und zu den Walen schwimmen muss. Der Wellengang kann stark sein, und wenn man nicht schnell genug ist, können die Tiere bereits wieder weitergezogen sein.
Eine solche Tour sollte frühzeitig gebucht werden, da es sonst passieren kann, dass keine Plätze mehr verfügbar sind.
Wir hatten das Glück, einen Wal vom Boot aus beobachten zu können und einen weiteren im Wasser zu sehen. Dieser befand sich allerdings bereits sehr tief, sodass wir ihn nur aus der Ferne erkennen konnten. Am Ende der Tour machten wir noch Halt an einem berühmten Schnorchelspot. Hier sollte man keinerlei Angst vor Haien oder Rochen haben, denn es wimmelt nur so von Riffhaien und Stachelrochen. Die Tiere kommen sehr nah, weshalb man aufmerksam sein muss, um nicht versehentlich auf sie zu treten.
Da dieser Spot auch von vielen anderen Touren angefahren wird, trifft man hier auf zahlreiche Menschen. Zudem gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Fischen zu entdecken. Trotz allem war es für uns eines der schönsten und unvergesslichsten Erlebnisse auf Moorea.
Der Belvedere Lookout ist ein absolutes Muss, wenn man auf Moorea ist. Von hier aus bietet sich ein atemberaubendes Panorama: Man blickt auf die Cook’s Bay, die Opunohu Bay sowie den markanten Mount Rotui.
Zusätzlich empfehlen wir eine Wanderung, denn es gibt mehrere schöne Wanderwege in dieser Gegend. Wir entschieden uns für den Pass of the 3 Pines Trail. Oben angekommen wird man mit einem wundervollen Ausblick belohnt, bei dem man die Aussicht auf einer Schaukel genießen kann.
Die Wanderung selbst ist nicht besonders anstrengend, erfordert jedoch festes Schuhwerk, da man etwa eine Stunde durch den Wald unterwegs ist. Der Boden kann nach Regen sehr matschig und rutschig sein. Der Platz am Aussichtspunkt ist oben begrenzt. Wir hatten das Glück, nur wenigen anderen Wanderern zu begegnen, was das Erlebnis besonders angenehm machte.
Wichtig: Vergesst nicht, ausreichend Trinkwasser mitzunehmen, da es unterwegs keine Versorgungsmöglichkeiten gibt.
Tiahura Strand
Plage des Tipaniers (Haispot)
Auf Moorea gibt es viele wunderschöne, ruhige Strände, an denen das Wasser glasklar ist und kaum Wellengang herrscht. Besonders abends kann man hier Rochen und Haie majestätisch vorbeischwimmen sehen.
Es ist wirklich ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis.
Eine Schnorchel‑ oder Walbeobachtungstour können wir auf Moorea auf jeden Fall empfehlen. Zwar gibt es einige Schnorchelspots, die man mit einem geliehenen Kajak selbst anpaddeln kann, doch hierfür braucht man viel Geduld und Zeit, um den genauen Punkt im Meer zu finden.
Zudem sind geführte Touren deutlich sicherer, da erfahrene Guides dabei sind, die in Notsituationen wissen, was zu tun ist und sich bestens mit den Gegebenheiten vor Ort auskennen.
Wir selbst hatten bei unserer Unterkunft ein Kajak zur Verfügung und versuchten, einen Schnorchelspot zwischen Motu Fareone und Motu Tiahuru eigenständig zu erkunden. Leider war die Strömung zu stark, sodass wir den exakten Spot im Meer nicht erreichen konnten.
Wenn man die Insel umrundet, entdeckt man entlang der Straßen immer wieder kleine Stände mit frischen Früchten. Diese sollte man unbedingt probieren, denn sie stammen meist direkt aus den eigenen Gärten der Einheimischen und sind unglaublich frisch. Zudem sind sie deutlich günstiger als in den Supermärkten.
Überall auf der Straße begegnet man außerdem Mopedfahrern, die nicht selten mit mehreren Baguettes unterm Arm unterwegs sind. Die Einheimischen lieben ihr Baguette – was auch kein Wunder ist, schließlich gehört Französisch‑Polynesien zu Frankreich 😄🥖